Der erste Ausstellungsraum der neuen Dauerausstellung lässt die Chorvergangenheit des 19. Jahrhunderts Revue passieren. Dem gemäß versammelt er Gegenstände, schriftliche Dokumente, Bilder, Töne und Textinformationen, die den Chorgesang als Spiegel eines Säkulums mit komplexer Charakterstruktur enthüllen. In der Verbindung von Sprache und Melodik treten Selbstbewusstsein und das Gefühl von Großartigkeit einer Epoche hervor, welche nicht selten ins Monströse abgleiten. Es klingt die Melancholie heraus, die den Verfall wähnt und das Paradies im Vorgestern sucht. Jedoch auch schlichte Freude am gemeinsamen Singen, das so zur Kraftquelle wird, hallt in unsere Zeit herüber. Der zweite Ausstellungsraum, zu denen auch historische Filmabschnitte gehören, führen den Chorgesang des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts als Seismograph einer Epoche vor: Aufbrüche und Abgründe unvorstellbaren Ausmaßes, Wahrheit und Irrtum, Schuld und Sühne, aber auch erfüllte Hoffnungen und berechtigte Zuversicht werden deutlich gemacht. Sängermuseum - Dauerausstellung